„O`zapft is!“ — Maximilians 21. & 22. September

Published on September 9, 2012 by Redaktion   ·   No Comments

Berlin weiss-blau
im Maximilians an der Friedrichstraße

Das Maximilians in der Friedrichstraße ist so bayerisch, dass selbst der Münchner Plazl-Hirsch Alfons Schuhbeck seine Freude dran hätte. Vermutlicher Schuhbeck-Kommentar: „Grad schee is do.“

Umso erstaunter wäre der Ober-Bayer wahrscheinlich, wenn er erführe, dass das Gasthaus kein Import aus dem Freistaat ist, sondern das Werk von zwei Männern, deren Wiege nicht mal an der Isar, sondern an der Spree stand.

Allerdings, der Berliner Gastronom Michael Gorski und sein Geschäftsführer Frank Sotola haben natürlich schon einen gewissen Hang zu den weiß-blauen Gepflogenheiten.

Sie kennen sich aus zwischen Augustinerkeller, Paulaner am Nockherberg und Hofbräukeller am Wiener Platz — die Rede ist natürlich von der Landeshauptstadt München — und wissen, was „griabige“ Gemütlichkeit so braucht.

„Wenn zu einer unprätentiösen Gastfreundschaft ein uriges Ambiente, eine zünftige Küche und eine ordentliche, frisch gezapfte Maß kommen, dann ist das schon weit mehr als die halbe Miete“, erläutert der 38-jährige Restaurantfachmann Sotola. Bodenständige Gastlichkeit, das also bietet das Maximilians, nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Dazu gehören natürlich eine ordentliche Brotzeit, ein abgebräunter Leberkas’, ein ofenfrischer Schweinsbraten, eine g’surte Schweinshaxe, Obatzda, Rahmschwammerl und nicht zuletzt die original Münchner Weißwürscht — das übrigens ist der einzig gültige Plural der kultigen Spezialität. Das in Berlin häufig verwendete „Weißwürstel“ erfüllt jeden Bayern mit schierem Grausen.

Für alle diese Schmankerln ist Margarete Jung zuständig, Westfälin mit einem Faible für klassische bayerische Küche.

Gemeinsam mit SousChef Stefan Bartosz und zwei weiteren kochenden Mannsbildern steht sie in einer Küche, die, gemessen an den 280 Innen- und 170 Außenplätzen des Maximilians eher winzig wirkt. „Gefühlte zehn Quadratmeter“, bemerkt die Küchenchefin. Nachfrage, weshalb das trotzdem so gut funktioniert. Schlagfertige Antwort: „Weil wir gerne kuscheln!“

Und so servieren die Köche in zwei Schichten ihre deftige bajuwarische Regionalküche — von der beherzt gewürzten Leberknödelsuppe bis zum wunderbar luftigen Kaiserschmarrn. Zum jährlichen Oktoberfest — Motto: Wiesn im Maximilians — packen sie noch eins drauf: Susländer Grillhaxe und Bayerischen Mastochsenbraten.

Dazu fließen die Paulaner Bierspezialitäten in Strömen. München lässt grüßen. Vergelt`s Gott.

Maximilians im Kontorhaus
Friedrichstraße 185-190
10117 Berlin-Mitte
Tel. 030 – 20 45 05 59

www.maximiliansrestaurant.de

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