“Junge Wilde Award” im Hotel Adlon

Published on Juni 22, 2011 by Redaktion   ·   No Comments

Diesjähriger Halbfinal-Schauplatz des internationalen Nachwuchskochwettbewerbs „Junge Wilde Award“ war das Berliner Hotel Adlon. Im Endspurt um den Titel als bester europäischer Juniorkoch trafen Werner Punz aus Krems (Relais&Chateau Kloster), Dennis Rother aus Dortmund (Manufaktur Culinado) und Thierry Boillat aus Witzwil (Ristorante Alcatraz) aufeinander, die sich bis hierhin gegen eine Rekord-Teilnehmerkonkurrenz von über 1.800 Mitbewerbern durchsetzen konnten.

Zur kulinarischen Beurteilung der Halbfinalisten hatte Wettbewerbsmacher Jürgen Pichler (MVMedien, Magazin Rolling Pin) ein hochkarätiges Jury-Team rekrutiert, das sich wie ein kleines Who-is-Who der Berliner Topkoch-Liga las: Mit Thomas Kammeier (Hugos), Marco Müller (Rutz Weinbar), Hendrik Otto (Lorenz Adlon), Christiano Rienzner (Maremoto), Matthias Diether (First Floor) und Danijel Kresovic (Restaurant 44) saßen zusammen hundert Gault-Millaut-Punkte und vier Guide-Michelin-Sterne in der Jury, was den Kandidaten eine extra Portion Ansporn gab, sich in Bestform am Herd zu zeigen.

Dementsprechend schwer fiel es den Berliner Geschmacks-Punkterichtern (unter Juryvorsitz von JungeWilde-Vater Stefan Marquardt), sich nach gut dreistündigem Probier-Prozedere für einen Sieger  zu entscheiden: Die Wahl fiel schließlich auf den Schweizer Thierry Boillat, dessen Handwerk die Juroren-Gaumen lzur höchsten Punktevergabe beflügelte. So konnte der 23-Jährige die Wettbewerbs-Auflage, mit vorgegebenen  Sponsorprodukten (Premium-Lamm von c+c pfeiffer, Aquakultur-Steinbutt von ServiceBund, Steirisches Kürbiskernöl g.g.A, Tomatenessig und Estragon von Wiberg) ein individuelles 3-Gang-Menü zu kreieren, am besten zu seinen Gunsten nutzen. Indem er dieses nicht nur geschmacklich überzeugend und optisch kunstvoll auf die Probierteller brachte, sondern auch in Kochpoesie zu verbalisieren wusste: „Gestrandeten Steinbutt“ mit Erdnussbutter und Sepia als Vorspeise, ein „Tannen Spagyrik“ aus geschmortem „Lammschlögel mit Rottannen-Cambium und Kartoffel-Hohlkugel“ als Hauptgang und als Dessert ein Sauerrahmeis mit Birne, Kalamansi-Frucht und Schokomousse, das den Titel „Vom Schokogebirge ins Birnental“ trug. Mit seiner siegreichen Geschmacksperformance zieht Thierry Boillat ins Endspiel des Junge Wilde-Awards 2011 ein und hat gute Aussichten auf den Hauptgewinn: Ein Elitepraktikum beim dänischen Weltstarkoch René Redzepi in dessen Restaurant „noma“.

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